Tiermedizin in Zahlen

Visite 1 · Post 20: Tierärztinnen und Tierärzte je Bundesland

Tierärzte je Bundesland – Zahlen der Kammern 2002 bis 2025

Ende 2025 waren in Bayern 8.938 Tierärztinnen und Tierärzte Mitglied der Landestierärztekammer, mehr als in jedem anderen Bundesland. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit 7.432 und Niedersachsen mit 6.872. Die wenigsten zählt Bremen mit 191. Quelle ist die Statistik der Bundestierärztekammer zum 31. Dezember, gezählt werden Kammermitglieder einschließlich Ruhestand.

Stand 23. September 2026 · von Thomas Freimoser

Tierärztinnen und Tierärzte je Bundesland · Daten als CSVIm Studio öffnen

Das Wichtigste in Kürze

Wie sich die Länder seit 2002 entwickelt haben

Bundesland200220182025Veränderung 2002–2025
Bayern6.0708.0528.938+47,2 %
Nordrhein-Westfalen4.6266.5867.432+60,7 %
Niedersachsen4.3886.1996.872+56,6 %
Baden-Württemberg3.0324.2084.729+56,0 %
Hessen2.4353.1753.382+38,9 %
Berlin1.8152.1292.315+27,5 %
Schleswig-Holstein1.3751.9562.214+61,0 %
Sachsen1.5222.0002.180+43,2 %
Brandenburg1.3371.8291.935+44,7 %
Rheinland-Pfalz1.0991.4991.502+36,7 %
Mecklenburg-Vorpommern1.1201.2701.248+11,4 %
Sachsen-Anhalt1.0021.1661.129+12,7 %
Thüringen8561.004994+16,1 %
Hamburg398546654+64,3 %
Saarland219346374+70,8 %
Bremen167182191+14,4 %
Summe (berechnet)31.46142.14746.089+46,5 %

An der Reihenfolge der großen Länder ändert sich in 23 Jahren nichts: Bayern führt in jedem Jahr, dahinter stehen durchgehend Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Hessen. Bayern stellt 2002 wie 2025 knapp ein Fünftel aller Kammermitglieder (19,3 und 19,4 Prozent, berechnet). Nordrhein-Westfalen legt dagegen von 14,7 auf 16,1 Prozent zu, Niedersachsen von 13,9 auf 14,9 Prozent.

Wo das Wachstum ungleich verteilt ist

Fasst man die Länder zu Gruppen zusammen, wird das Muster deutlich (alle Werte berechnet): Die acht westdeutschen Flächenländer wachsen von 23.244 auf 35.443 Mitglieder, plus 52,5 Prozent. Die fünf ostdeutschen Flächenländer wachsen von 5.837 auf 7.486, plus 28,3 Prozent. Die drei Stadtstaaten von 2.380 auf 3.160, plus 32,8 Prozent – getragen von Hamburg mit plus 64,3 Prozent, während Berlin um 27,5 und Bremen um 14,4 Prozent wächst.

Im Osten gehen die Länder dabei auseinander. Brandenburg und Sachsen wachsen mit plus 44,7 und plus 43,2 Prozent fast so stark wie der Bundesdurchschnitt, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen bleiben weit darunter und sind seit 2018 rückläufig.

Außerdem flacht das Wachstum insgesamt ab. Von 2002 bis 2018 kamen 34,0 Prozent hinzu, von 2018 bis 2025 noch 9,4 Prozent (beides berechnet). Warum, sagt die Kammerstatistik nicht; sie erfasst weder Alter noch Zu- und Abwanderung je Land.

Was die Zahl nicht sagt

Häufige Fragen

Welches Bundesland hat die meisten Tierärzte?

Bayern, mit 8.938 Kammermitgliedern Ende 2025. Das sind 19,4 Prozent aller Kammermitglieder in Deutschland (berechnet).

Wie viele Tierärzte gibt es in Nordrhein-Westfalen?

Ende 2025 zusammen 7.432 in den Kammern Nordrhein und Westfalen-Lippe, 2002 waren es 4.626.

Wie viele Tierärzte gibt es in Deutschland?

Ende 2025 waren 34.476 Tierärztinnen und Tierärzte tätig. Die Mitgliederzahl der Kammern liegt mit 46.089 höher, weil sie auch Ruheständler enthält. Wie sich die Tätigen auf Praxis und Anstellung verteilen, steht im Artikel Mehr angestellte Tierärzte als Praxisinhaber.

Quelle und Methode

Statistik der Deutschen Tierärzteschaft der Bundestierärztekammer, veröffentlicht im Deutschen Tierärzteblatt, Mitglieder je Landestierärztekammer zum 31. Dezember, 2002 bis 2025, abgerufen am 5. November 2026. Die Jahre 2002 bis 2005 stammen aus archivierten Statistik-PDFs und sind doppelt belegt. Nordrhein und Westfalen-Lippe sind zu Nordrhein-Westfalen addiert. Berechnet sind die Summen, die prozentualen Veränderungen, die Anteile und die Ländergruppen (Ost: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen; Stadtstaaten: Berlin, Bremen, Hamburg; West: die übrigen acht). Die Zahl der Tätigen stammt aus der bundesweiten Reihe derselben Statistik. Mehr zur Herkunft der Zahlen: Datenherkunft.