Ausgaben für Haustiere in Deutschland: Futter und Zubehör
2025 wurden im stationären Handel in Deutschland 2.315 Mio. Euro mit Katzenfutter, 1.753 Mio. Euro mit Hundefutter und 1.063 Mio. Euro mit Bedarfsartikeln und Zubehör umgesetzt. Den Online-Handel über alle Segmente schätzen die Verbände getrennt davon auf 1.521 Mio. Euro. Zusammen mit dem übrigen Laden und dem Wildvogelfutter weist die Quelle für 2025 einen Gesamtumsatz von 6.990 Mio. Euro aus. Quelle ist „Der Deutsche Heimtiermarkt“ von ZZF und IVH.
Das Wichtigste in Kürze
- Katzenfutter ist in jedem Jahr seit 2011 das größte Segment. Der Umsatz stieg von 1.486 auf 2.315 Mio. Euro, rechnerisch um 55,8 Prozent.
- Hundefutter wuchs fast genauso stark, von 1.146 auf 1.753 Mio. Euro (plus 53,0 Prozent, berechnet). Der Höchststand lag 2023 bei 1.972 Mio. Euro.
- Bedarfsartikel und Zubehör im Laden legten nur um 16,0 Prozent zu, von 916 auf 1.063 Mio. Euro. 2025 sanken sie gegenüber dem Vorjahr (1.114) um 51 Mio. Euro.
- Von den drei Segmenten zusammen entfiel 2011 noch gut ein Viertel auf Zubehör (25,8 Prozent), 2025 nur noch 20,7 Prozent (berechnet).
Wohin das Geld im Laden fließt
| Jahr | Katzenfutter | Hundefutter | Bedarfsartikel | Online (alle Segmente) |
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 1.486 | 1.146 | 916 | 294* |
| 2013 | 1.538 | 1.204 | 935 | 400 |
| 2016 | 1.602 | 1.354 | 977 | 510 |
| 2019 | 1.596 | 1.507 | 1.017 | 705 |
| 2021 | 1.787 | 1.677 | 1.101 | 1.055 |
| 2022 | 2.011 | 1.807 | 1.091 | 1.203 |
| 2023 | 2.300 | 1.972 | 1.121 | 1.316 |
| 2024 | 2.285 | 1.759 | 1.114 | 1.512 |
| 2025 | 2.315 | 1.753 | 1.063 | 1.521 |
Millionen Euro zu Endverbraucherpreisen. Futter und Bedarfsartikel: stationärer Handel. \Online 2011 gerechnet, siehe Quelle und Methode.*
Die Reihe hat zwei Phasen. Von 2015 bis 2019 wuchs Katzenfutter im Laden praktisch gar nicht: 1.610 Mio. Euro im Jahr 2015, 1.596 Mio. Euro vier Jahre später. Hundefutter legte in derselben Zeit stetig zu und kam bis auf 89 Mio. Euro an Katzenfutter heran. Ab 2020 ziehen beide Futtersegmente an, und 2022 und 2023 springt Katzenfutter um zusammen 513 Mio. Euro nach oben. Bedarfsartikel bewegen sich über die ganze Zeit in einem engen Band zwischen 916 und 1.121 Mio. Euro.
Die kleineren Futtersegmente sind daneben kaum sichtbar: Futter für Kleintiere lag 2025 bei 76 Mio. Euro, Ziervogelfutter bei 68 und Zierfischfutter bei 60 Mio. Euro. Futter für Kleintiere ist seit 2021 (98 Mio. Euro) jedes Jahr gesunken.
Was im Laden pro Hund und pro Katze ankommt
Legt man die Umsätze neben die Zahl der Tiere aus der Haushaltsbefragung derselben Verbände, ergibt sich ein rechnerischer Umsatz je Tier. Er zeigt keine Haushaltsausgaben, sondern nur, wie viel Futterumsatz im Laden auf ein Tier entfällt.
| Jahr | Katzen (Mio.) | Katzenfutter je Katze | Hunde (Mio.) | Hundefutter je Hund |
|---|---|---|---|---|
| 2013 | 11,5 | 133,7 € | 6,9 | 174,5 € |
| 2017 | 13,7 | 115,5 € | 9,2 | 150,4 € |
| 2020 | 15,7 | 107,0 € | 10,7 | 146,4 € |
| 2023 | 15,7 | 146,5 € | 10,5 | 187,8 € |
| 2025 | 15,7 | 147,5 € | 10,0 | 175,3 € |
Berechnet: stationärer Futterumsatz geteilt durch Tierbestand desselben Jahres.
Zwischen 2013 und 2020 sinkt der Ladenumsatz je Katze um gut 26 Euro, obwohl die Zahl der Katzen von 11,5 auf 15,7 Millionen steigt. In genau diesen Jahren wächst der Online-Handel auf mehr als das Doppelte, von 400 auf 822 Mio. Euro. Ab 2022 steigt der Wert wieder deutlich. Was davon Abwanderung ins Netz ist, was Preis und was Menge, lässt sich aus diesen Zahlen nicht trennen. Sicher ist nur: Mehr Tiere bedeuten nicht automatisch mehr Umsatz im Laden.
Was das für Praxen heißt, die Zubehör verkaufen
Wer in der Praxis Leinen, Näpfe oder Pflegeprodukte anbietet, steht in einem Segment, das seit 2011 kaum wächst und 2025 sogar geschrumpft ist. Das Wachstum liegt beim Futter und im Online-Handel, den der nächste Beitrag der Reihe genauer zeigt. Ob und wie Verkäufe in Tierarztpraxen in diesen Zahlen stecken, geht aus dem Datensatz allerdings nicht hervor.
Was die Zahl nicht sagt
- Online ist ein eigener Vertriebsweg, keine Warengruppe. Der Online-Handel ist eine eigene Schätzung über alle Segmente: Katzenfutter, das im Netz bestellt wird, steckt im Online-Wert und nicht im Katzenfutter-Wert. Laden und Online zählen also getrennt. Die Quelle addiert sie selbst zu einem Gesamtumsatz: 2025 waren es 6.990 Mio. Euro (Laden 5.335, online 1.521, Wildvogelfutter 134).
- Die Werte sind nicht preisbereinigt. Es sind Umsätze zu Endverbraucherpreisen des jeweiligen Jahres. Ein höherer Umsatz heißt nicht, dass mehr Futter verkauft wurde.
- 2024 hat die Quelle ihre Datenbasis verändert. Der Rückgang beim Hundefutter von 1.972 auf 1.759 Mio. Euro ist deshalb nicht als Einbruch zu lesen; der Verband selbst hält den Vergleich mit 2023 nur für bedingt möglich.
- Tierarztkosten sind nicht enthalten. Behandlungen, Versicherungen und Tierarzneimittel sind in keinem Segment dieses Datensatzes ausgewiesen. Was über den Markt für Tierarzneimittel bekannt ist, steht im Artikel zum Tiergesundheitsmarkt.
- Die Tierzahlen sind Hochrechnungen. Ein Heimtierregister gibt es nicht; die Bestände stammen aus Haushaltsbefragungen. Deshalb beginnt die Tabelle je Tier erst 2013, mit der Umstellung der Befragung; die Jahre davor sind mit einer anderen Methode geschätzt.
Häufige Fragen
Wie viel geben die Deutschen für Haustiere aus?
Für Futter und Zubehör nennen ZZF und IVH für 2025 einen Gesamtumsatz von 6.990 Mio. Euro: 5.335 Mio. im stationären Handel (davon 2.315 Mio. Katzenfutter, 1.753 Mio. Hundefutter, 1.063 Mio. Bedarfsartikel), 1.521 Mio. online und 134 Mio. Wildvogelfutter. Das sind Handelsumsätze, keine erhobenen Haushaltsausgaben. Tierarztkosten sind nicht enthalten.
Wie viele Haustiere gibt es in Deutschland?
2025 lebten laut ZZF und IVH 15,7 Millionen Katzen und 10,0 Millionen Hunde in deutschen Haushalten, dazu 4,4 Millionen Kleintiere und 3,3 Millionen Ziervögel. Es sind Hochrechnungen aus einer Haushaltsbefragung.
Quelle und Methode
Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) und Industrieverband Heimtierbedarf (IVH), „Der Deutsche Heimtiermarkt“, Jahrgänge 2011 bis 2025, abgerufen am 5. November 2026. Die animierte Grafik oben reicht weiter zurück, bis 2005: Die Ladenwerte 2005 bis 2010 sind IVH-Zahlen, der Online-Handel bis 2012 ist gerechnet und geglättet. Katzenfutter, Hundefutter und Bedarfsartikel liegen in dieser Tabelle ab 2011 vor, der Online-Handel ab 2013 als Schätzung der Verbände, die kleineren Futtersegmente ab 2018. *Der Online-Wert 2011 ist gerechnet (294 Mio. Euro): Wie die längere Reihe ab 2005 entsteht, steht im Beitrag Online-Handel mit Haustierbedarf. Tierbestände aus derselben Quelle, Datensatz „Heimtiere in Deutschland“. Berechnet sind alle Veränderungen in Prozent, die Anteile, die Summe der sechs Segmente und der Umsatz je Tier. Mehr zur Herkunft: Datenherkunft, Heimtiermarkt.