Anzahl Haustiere in Deutschland 2025 – Entwicklung seit 1991
2025 lebten in Deutschland rechnerisch 33,4 Millionen Katzen, Hunde, Kleintiere und Ziervögel, dazu 2,1 Millionen Aquarien und 1,0 Millionen Terrarien. Das häufigste Haustier ist die Katze mit 15,7 Millionen, vor dem Hund mit 10,0 Millionen – so die Erhebung von Industrieverband Heimtierbedarf und Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe. 1991 stand noch der Ziervogel vorn, mit 6,8 Millionen vor 5,3 Millionen Katzen und 4,6 Millionen Hunden.
Das Wichtigste in Kürze
- Von 1991 bis 2025 hat sich die Zahl der Katzen rechnerisch fast verdreifacht (Faktor 2,96), die der Hunde mehr als verdoppelt (Faktor 2,17).
- Die Ziervögel haben sich im selben Zeitraum mehr als halbiert, von 6,8 auf 3,3 Millionen.
- Von 2001 bis 2009 lagen die Kleintiere, also Kleinsäuger, vor den Hunden auf Platz zwei – mit bis zu 6,6 Millionen im Jahr 2007.
- Ein großer Teil des Anstiegs ist Methode: Von 2011 auf 2012 springen die Katzen von 8,2 auf 12,3 Millionen, weil die Verbände erstmals repräsentativ erheben.
- Innerhalb derselben Methode, also seit 2013, wuchsen Hunde mit plus 44,9 Prozent stärker als Katzen mit plus 36,5 Prozent (berechnet).
Wie sich die Rangfolge der Haustiere gedreht hat
| Jahr | Katzen | Hunde | Kleintiere | Ziervögel |
|---|---|---|---|---|
| 1991 | 5,3 | 4,6 | 3,0 | 6,8 |
| 2000 | 6,8 | 5,0 | 4,8 | 4,9 |
| 2007 | 7,9 | 5,3 | 6,6 | 3,4 |
| 2011 | 8,2 | 5,4 | 5,1 | 3,3 |
| 2012 | 12,3 | 7,4 | 7,6 | 3,7 |
| 2013 | 11,5 | 6,9 | 6,1 | 3,4 |
| 2021 | 16,7 | 10,3 | 4,6 | 3,1 |
| 2025 | 15,7 | 10,0 | 4,4 | 3,3 |
Bestand in Millionen.
Die Katze zieht 1994 zum ersten Mal am Ziervogel vorbei, mit 5,8 zu 5,5 Millionen. Ganz sauber ist dieser erste Wechsel nicht: Im selben Jahr stellten die Verbände die Berechnung der Ziervögel um. 1999 liegen die Vögel nach einem Quellenwechsel noch einmal vorn, ab 2000 führt die Katze durchgehend. Der Hund überholt den Ziervogel endgültig 2002.
Wenig bekannt ist die Phase dazwischen. Von 2001 bis 2009 zählten die Verbände mehr Kleintiere als Hunde, 2010 standen beide bei 5,3 Millionen. Seitdem liegen die Hunde vorn, mit Ausnahme des Umstellungsjahres 2012; die Kleintiere sind 2025 bei 4,4 Millionen. Die Statistik nennt dafür keine Gründe.
Wie viel vom Wachstum echt ist
Wer 1991 mit 2025 vergleicht, vergleicht zwei Erhebungsverfahren. Bis 2011 beruhen die Zahlen auf Verbandsschätzungen, 2012 folgte die erste repräsentative Haushaltsbefragung, 2013 eine weitere Umstellung. Katzen, Hunde, Kleintiere und Ziervögel zusammen ergeben 2011 rechnerisch 22,0 Millionen, 2012 dann 31,0 und 2013 wieder 27,9 Millionen. Ein Sprung dieser Größe in einem Jahr ist keine Entwicklung, sondern ein neues Messverfahren.
Vergleichbar ist deshalb vor allem der Zeitraum ab 2013. Dort wachsen Katzen von 11,5 auf 15,7 Millionen und Hunde von 6,9 auf 10,0 Millionen. Die Kleintiere gehen von 6,1 auf 4,4 Millionen zurück, die Ziervögel bleiben mit 3,4 und 3,3 Millionen fast gleich. Den Höchststand erreichten die Katzen 2021 mit 16,7 Millionen, die Hunde 2020 mit 10,7 Millionen. Seither stagnieren beide Arten oder gehen leicht zurück.
Wie sich die Tierarztpraxen im selben Zeitraum verändert haben, zeigt der Folgeartikel Die Kleintierpraxis wird zum Normalfall. Wie viele Hunde und Katzen rechnerisch auf eine Tierärztin oder einen Tierarzt kommen, steht in Die Nachfrage wächst, die Zahl der Praxen nicht.
Was der Tierärzte Atlas mit plus 50 Prozent meint
Der Tierärzte Atlas Deutschland beziffert den Zuwachs über 20 Jahre auf plus 50 Prozent, auf über 34 Millionen Heimtiere. Die Rechnung lässt sich mit dieser Reihe nachvollziehen: Katzen, Hunde, Kleintiere und Ziervögel zusammen ergeben 2003 rechnerisch 22,8 Millionen und 2023 34,3 Millionen, ein Plus von 50,4 Prozent. Welche Arten der Atlas genau addiert, geht aus der hier genutzten Quelle nicht hervor; die Zahlen passen aber zusammen.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Die 20 Jahre überspannen den Methodenwechsel von 2012, das Plus ist also kein reines Wachstum. Und 2025 liegt dieselbe Summe mit 33,4 Millionen wieder unter 34 Millionen.
Was die Zahl nicht sagt
- Es gibt kein Haustierregister. Hunde werden nur kommunal für die Hundesteuer erfasst, Katzen gar nicht, die Register von TASSO und FINDEFIX sind freiwillig. Alle Werte sind Hochrechnungen aus Umfragen.
- Die Reihe hat mehrere Methodenbrüche. 1994 neue Berechnung der Ziervögel, 1999 Wechsel der Quelle, 2000 neue Erhebungsmethoden, 2002 Aufteilung der Aquarien, 2012 erste repräsentative Erhebung, 2013 erneute Umstellung. Faktoren über den gesamten Zeitraum sind deshalb Größenordnungen, keine Wachstumsraten.
- 1992 fehlt. Die Verbandsreihe überspringt das Jahr selbst.
- Gezählt werden Tiere, keine Haushalte. Wie viele Haushalte ein Haustier halten, steht in diesem Datensatz nicht.
- Aquarien und Terrarien stehen als eigene Posten in der Reihe (2025: 2,1 und 1,0 Millionen) und sind in den Summen oben nicht enthalten.
Häufige Fragen
Wie viele Haustiere gibt es in Deutschland?
2025 lebten in Deutschland 15,7 Millionen Katzen, 10,0 Millionen Hunde, 4,4 Millionen Kleintiere und 3,3 Millionen Ziervögel, zusammen rechnerisch 33,4 Millionen Tiere. Dazu kommen 2,1 Millionen Aquarien und 1,0 Millionen Terrarien.
Was ist das beliebteste Haustier in Deutschland?
Gemessen an der Zahl der Tiere die Katze, mit 15,7 Millionen im Jahr 2025. Sie führt seit 2000 durchgehend, vor dem Hund mit 10,0 Millionen. Wie das Verhältnis in anderen Ländern aussieht, steht im Artikel Mehr Katzen oder Hunde?.
Wie viele Hunde und Katzen gab es im Jahr 2000 in Deutschland?
Im Jahr 2000 zählten die Verbände 6,8 Millionen Katzen und 5,0 Millionen Hunde. Diese Werte stammen noch aus der Zeit vor der repräsentativen Erhebung ab 2012 und sind mit heutigen Zahlen nur als Größenordnung vergleichbar.
Quelle und Methode
Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) und Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), „Der Deutsche Heimtiermarkt“, Anzahl der Heimtiere in Deutschland, Zeitraum 1991 bis 2025. 1991 bis 2003 aus den im Internet Archive erhaltenen ZZF-Jahresberichten, 2004 bis 2009 aus archivierten IVH-Datenblättern, ab 2010 aus den laufenden Veröffentlichungen. Korrigiert gegenüber älteren Ständen: Katzen 2003 sind 7,3 Millionen, nicht 7,5. Berechnet sind die Faktoren, die Prozentänderungen und die Summen der vier Tierarten. Mehr zur Herkunft der Zahlen unter Datenherkunft.